Weinzeug

Wein selber machen, mit dem Wein selber machen Set. Inklusive Tipps und Tricks, damit euer Wein auch schmeckt.

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Wein selber machen

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie Wein eigentlich hergestellt wird? Wie aus den unschuldigen Trauben ein Getränk wird, welches so viele Geschmacksnuancen besitzt und Kenner wie Neulinge gleichermaßen begeistert? Falls ja, haben wir hier nicht nur die Antwort parat, sondern auch das richtige Set, für alle die Wein selber machen wollen. Ganz einfach und ohne viel Aufwand, versteht sich.

Denn Wissen ist gut, Ausprobieren aber noch viel besser. Wir erklären euch hier zunächst, wie ihr Wein selber machen könnt und erläutern euch anschließend noch, wie die Weinherstellung in der Industrie abläuft bzw. welche Stationen der Wein in einer professionellen Produktion durchläuft. Am Ende wisst ihr also ganz genau, wie ihr Wein herstellen könnt und warum die Weinherstellung immer noch so viel Handarbeit erfordert.

Wein selber machen, das geht mit einem fertigen Set zum Glück relativ problemlos. Dort ist alles enthalten, um ein paar Liter Wein herzustellen und das gesamte Konzept der Weinherstellung besser zu verstehen. Am Ende macht das Ganze also nicht nur eine Menge Spaß, sondern vermittelt euch auch ein ganz neues Verständnis für Wein. Es lohnt sich also.

Wein selber machen Set

Wein herstellen

Einfach mal eben so eine Flasche Wein herstellen, dass geht natürlich nicht. Es müssen Behälter vorhanden sein, die einzelnen Arbeitsschritte müssen exakt eingehalten werden und vor allem bedarf es einer speziellen Reinzuchthefe, damit der eigentliche Gärprozess korrekt in Gang gesetzt wird.

Zum Glück gibt es heutzutage ein praktisches Wein selber machen Set, um Wein keltern zu können, auch großes Vorwissen. Dort ist alles enthalten und eine kleine Anleitung gibt es auch noch dazu, damit beim Wein herstellen auch wirklich keine Fehler passieren. So lässt sich auch daheim und mit relativ wenig Aufwand, tatsächlich ein köstlicher Wein erzeugen, mit einer ganz eigenen Geschmacksnote.

Das einzige was ihr dann noch benötigt, sind besonders frische Trauben. Im besten Fall pflanzt ihr die Weinreben dafür einfach selbst an, um einmal jährlich Wein selber machen zu können. Wie da geht, haben wir hier erklärt.

Zwar eignen sich theoretisch auch andere Obstsorten, Himbeeren oder Bromberen zum Beispiel, allerdings erfordert die Weinherstellung dann auch ein wenig mehr Erfahrung, weshalb wir Anfängern davon abraten würden. Wagt euch an solch exotische Versuche lieber erst heran, wenn ihr schon etwas Praxis mit der regulären Weinherstellung sammeln konntet. Anfangen solltet ihr also immer mit Weintrauben, denn daraus kann wirklich jeder Wein herstellen. Und so geht das Ganze.

Wein selber machen Anleitung

  1. Zunächst einmal werden die Weintrauben gründlich gewaschen und anschließend sortiert, sodass diejenigen mit Druckstellen oder Beschädigungen, direkt entsorgt werden können. Für die Weinherstellung nur die besten Trauben verwenden.
  2. Nun folgt die Vorbereitung zur Maische. Dafür wird das Obst püriert oder zerstampft, sodass eine dickflüssige Masse entsteht, die sogenannte Maische. Diese kurz zusammen mit dem Kaliumdisulfid ruhen lassen. Durch diese Schwefelung wird verhindert, dass die Maische Oxidiert (braun wird), außerdem werden Enzyme freigesetzt. Die gesamte Masse anschließend noch durch ein feines Sieb oder besser noch ein Handtuch pressen. Was übrig bleibt ist der Trester, also das Fruchtfleisch und enthaltene Rückstände. Der Trester kann in den Müll, aus der Flüssigkeit hingegen lässt sich nun Wein herstellen.
  3. Hefe wandelt Zucker in Alkohol um. Wer möchte, kann die Maische nun also noch zusätzlich mit Zucker anreichern, um den Alkoholgehalt zu beeinflussen. In der Weinherstellung reicht der natürliche Zuckergehalt aber meist aus, nur wer etwas mehr Alkohol möchte, sollte daher vorsichtig Nachzuckern. Selbiges wird auch dann notwendig, wenn das verwendete Obst einen besonders niedrigen Zuckergehalt hat.
  4. Jetzt kommt die Reinzuchthefe ins Spiel. Also nicht die Trockenhefe aus dem Supermarkt, die zum Backen verwendet wird, sondern eine spezielle Weinhefe bzw. eben Reinzuchthefe. Die gibt es hier zu kaufen. Im Wein selber machen Set (weiter unten) ist sie natürlich bereits enthalten.
  5. Die Maische, mitsamt Zucker und Weinhefe, sollte jetzt in einen Gärballon gefüllt werden. Ein passendes Modell findet ihr hier. In dem Gärballon beginnt nun die eigentliche Gärung, die etwas Zeit in Anspruch nimmt. Bei der Gärung gewinnt die Maische deutlich an Volumen, wird von der Menge her also mehr. Den Gärballon deshalb immer nur halb füllen, um auf der sicheren Seite zu sein. Ohne Gärballon kommt ihr übrigens nicht weiter, da das Gärgefäß Kohlendioxid entweichen lassen muss, während gleichzeitig kein Sauerstoff eindringen darf. Außerdem steigt die Temperatur der Maische, sobald der Gärprozess begonnen hat, stark an und alles beginnt zu blubbern. Damit die Temperatur währenddessen nicht zu hoch steigt, empfiehlt es sich das Gärgefäß im Keller oder der Garage zu platzieren. Ungefähr 20 Grad sind während der Weinherstellung ideal.
  6. Sobald keine Blasen mehr aufsteigen (das dauert entweder einige Tage oder auch einige Wochen, je nach Säuregehalt, Temperatur, verwendeter Reinzuchthefe usw.), ist die Gärung abgeschlossen. Wer den Wein jetzt in den Kühlschrank stellt, ihn also weiter herunterkühlt, sorgt dafür, dass sich die Fremdstoffe am Boden absetzten. Am besten ist aber nicht der Kühlschrank, sondern ein besonders kühler Raum. Alternativ wird der Wein durch ein feines Tuch gesiebt, um die Reststoffe vollständig herauszufiltern. Fertig ist der Wein. Theoretisch zumindest.
  7. In dem Wein selber machen Set ist alles enthalten, was für die Weinherstellung benötigt wird. Wer es lieber selbst probieren möchte, muss dennoch, wie oben erwähnt, die Reinzuchthefe und einen Gärballon kaufen. Während der gesamten Weinherstellung ist es übrigens von großer Bedeutung, dass hygienisch korrekt gearbeitet wird, denn Fremdstoffe unterbrechen die Prozesse und können den Geschmack ruinieren. Das Set macht es für Anfänger deshalb einfacher.

Bei all dem sollte aber niemand vergessen, dass die Weinherstellung zwar einfach, aber dennoch keine Kleinigkeit ist. Wein hat unglaublich viele Facetten. Angefangen von der Traube, bis hin zur Gärung, beeinflusst daher so ziemlich alles den endgültigen Geschmack eines Weines. Kleine Fehler rächen sich daher schnell, Wein selber machen erfordert also vor allem Ruhe und Geduld.

Einfach mal so ein paar Liter Wein herstellen, geht deshalb auch nicht und selbst mit viel Übung, wird euer Wein vermutlich nie genau so schmecken, wie der Wein den ihr im Weinhandel kauft und der idealerweise im Barriquefass gereift ist. Um den kümmern sich nämlich Kellermeister, die Weinwirtschaft bzw. Önologie studiert haben und die unendlich vielen Geschmacksunterschiede äußerst genau kennen, ebenso wie die Beeinflussung dieser, in die jeweils gewünschte Richtung, um spezielle Aromen zu produzieren.

Trotzdem ist Wein selber machen eine tolle Möglichkeit, sich näher mit Wein auseinanderzusetzen. Einfach um es mal probiert zu haben und um den Geschmack kennenzulernen, den selbst gekelterter Wein so mit sich bringt. Außerdem kann auch dieser Wein ziemlich lecker sein, erst ist nur eben anders als der gekaufte.

Wein selber machen Set

Wein selber machen ist nicht schwer, zumindest mit dem richtigen Zubehör, das haben wir gerade schon ausführlich erklärt. Ohne dieses ist es allerdings fast unmöglich, da ihr zum einen eine gute Reinzuchthefe benötigt, zum anderen aber auch einen funktionierenden Gärballon, der Kohlendioxid entweichen lässt, ohne dabei aber Sauerstoff hineinzulassen. Im Wein selber machen Set ist all das enthalten, ihr könnt also direkt loslegen und euren eigenen Wein herstellen.

Starterset mit Gärbehälter

Es gibt unzählige Sets, von denen viele leider minderwertig sind. Eines der besseren Wein selber machen Sets ist das Hier. Es enthält einen Gärbehälter mit Ablasshahn und Gäraufsatz, Reinzuchthefe und Hefenärsalz zur Gärung. Zitronensäure, falls den Früchten die notwendige Säure fehlt. Und ein Tuch, um den Wein am Ende sauber zu filtern. Kaliumdisulfid für die Schwefelung, samt Pektinaseenzym. Sowie ein Vinometer und Abfüllrörchen, um den Wein schlussendlich in die Flaschen zu bringen. Alles dabei also, um Wein selber machen zu können.

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Professionelle Weinherstellung

Eigentlich ist die Weinherstellung gar nicht so kompliziert wie sie immer scheint. Zwar sind durchaus mehrere Schritte bis zum fertigen Wein notwendig, doch für sich genommen sind diese einzelnen Arbeitsschritte klar verständlich und alles andere als komplex. Das gilt für das Wein selber machen ebenso, wie für die professionelle Weinherstellung in der Industrie. Um letztere geht es in diesem Absatz.

Für den Anfang bedarf es erst einmal einer sogenannten Maische. Beim Wein sind das Trauben, die von ihren Stielen befreit und dann zu einer dickflüssigen Masse zerdrückt werden. Das Ergebnis ist dann die Maische. Wichtig dabei ist, dass die Maische anschließend noch ein Weilchen ruhen kann, damit sich verschiedene Stoffe lösen können und Enzyme freigesetzt werden.

Dann folgt das Keltern. Beim Keltern geht es darum, die zähflüssige Maische auszupressen. Was übrig bleibt, ist der süße Traubensaft, ohne Kerne, Schalen oder sonstige Verunreinigungen. Das ist der sogenannte Most. Die Stücke, Schalen und sonstiges, werden als Trester bezeichnet, der noch viele Vitamine und Mineralstoffe besitzt, weshalb er sich gut als Zusatz im Tierfutter eignet.

Der Most ist fertig, was fehlt ist nun noch die Schwefelung. Dafür wird Schwefeldioxid oder auch Kaliumdisulfit verwendet. Durch die Schwefelung wird zum einen die Oxidation verhindert (Inhaltsstoffe bleiben also erhalten und der Wein wird nicht braun), zum anderen schützt sie den Wein vor dem Verderben.

Damit aus dem Most Wein wird, braucht es jetzt noch die Gärung. In abgedichteten Fässern oder Stahltanks beginnt diese Gärung, indem spezielle Reinzuchthefe hinzugefügt wird, die den Prozess in Gang setzt. Dann heißt es warten, denn erst nach ca. sechs Tagen hat sich der enthaltene Zucker in Alkohol verwandelt.

Allgemein gilt außerdem: Je länger der Wein nun gärt, desto frischer wirkt er am Ende auch. Winzer Gären ihre Weine daher oft unter idealen Bedingungen und verhindern mit einer Temperatursteuerung, dass sich der Wein während der Gärung zu stark erhitzt. Wichtig ist bei der Weinherstellung auch, dass der Wein von einem erfahrenen Kellermeister überwacht wird, um den richtigen Geschmack, Zeitpunkt und vieles mehr zu finden.

Hat sich die Weinhefe abgesetzt, wird diese entfernt und es kommt zur eigentlichen Reifung des Weines. Mehrere Monate muss der Wein nun ruhen, um sein volles Aroma zu entfalten. Dies geschieht bei gutem Wein in echten Holzfässern, vermehrt aber auch in sogenannten Stahltanks, die entsprechend günstiger und beständiger sind. Allerdings finden viele Weinkenner, dass Wein aus einem Stahltank einfach die Fülle fehlt und wir würden uns dieser Meinung durchaus anschließen.

Nach mehreren Monaten und manchmal sogar erst Jahren der kontrollierten Reifung, mitsamt verschiedenen Umfüllungen, Filtrationen und weiteren Behandlungen, bleibt am Ende der fertige und äußerst schmackhafte Wein übrig.

Ihr merkt schon, die industrielle Weinherstellung ist etwas aufwendiger als es mit dem Wein selber machen Set von oben der Fall ist. Allerdings ist Wein auch sehr facettenreich und dementsprechend viel beeinflusst seinen Geschmack. Ein erfahrener Kellermeister steuert, manipuliert und perfektioniert diese Geschmacksnote, in dem er den gesamten Prozess genau überwacht und nach Notwendigkeit eingreift. Wein bleibt immer auch eine Geschmacksfrage.